Atemreglerkauf bei ebay

Tauchen ist ein schönes Hobby, aber es kostet auch etwas Geld. Natürlich hat nicht jeder gleich die nötigen Münzen übrig, um sich gleich die komplette Tauchausrüstung zu kaufen, daher liebäugelt man das eine oder andere Mal auch mit dem Gedanken, ein günstiges Ausrüstungsstück bei ebay zu „schießen“ – 3-2-1-meins klingt immer erst einmal verlockend, und die Angebote sind augenscheinlich auch wirklich günstig.

Wir haben das für Euch (mehr …)

Vorbereitung auf Technisches Tauchen

Tec-Tauchen NürnbergImmer wieder werden wir gefragt, wie man sich am Besten auf den Einstieg ins Technische Tauchen vorbereiten kann. Natürlich könnte man nun starr auf die Voraussetzungen der unterschiedlichen Verbände verweisen, aber auf Grund unserer umfangreichen Erfahrungen in diesem Bereich möchten wir doch einmal die wesentlichen Punkte zusammentragen:

Theorie:

Im Technischen Tauchen wird viel geplant und gerechnet. Hierzu ist zwingend notwendig, daß folgende – eigentlich schon in jedem vernünftigen OWD-Kurs vermittelten – Kenntnisse vorhanden sind: (mehr …)

Bergwerktauchen in Miltitz

Plan MiltitzDas Tauchen in Bergwerken ist immer wieder eine besonders aufregende, leider aber auch gefährliche Sache. Man befindet sich jederzeit in einer Umgebung, bei der ein direktes Auftauchen an die Wasseroberfläche nicht möglich ist.

Beim Bergwerk in Miltitz-Roitzschen handelt es sich um ein altes Kalkbergwerk, in welchem bis 1924 Kalk – und auch ein wenig Silbererz – abgebaut wurden. Während dem zweiten Weltkrieg diente das Bergwerk als U-Verlagerung für eine Benzinfabrik. Noch heute gibt es ca. 80-minütige Führungen durch das Bergwerk (http://www.kalkbergwerk.de/), und in den Wintermonaten kann es auch – sofern die Voraussetzungen erfüllt werden – auch betaucht werden.

Um in dem Bergwerk tauchen zu können, muss die Ausrüstung erst einmal zu Fuß in den Berg gebracht werden, am Besten mit einer geeigneten Karre. Im Bergwerk selbst gibt es für Taucher Anrödeltische, an denen das Equipment zusammengebaut und angelegt werden kann, und auch eine schöne Plattform für den leichten Ein- und Ausstieg in den überfluteten Bereich.

Die 6-Meter-Sohle hat einige Bereiche, in denen man den Kopf aus dem Wasser stecken kann. Von dort aus geht es an mehreren Stellen in den tieferen Bereich. Auf ca. 18m Tiefe ist ein langer Stollen, in dem ein künstliches Skelett liegt, die Adolf-von-Heynitz-Halle geht bis zu einer Tiefe von ~60m. Es sind noch viele Dinge aus der Bergbauzeit ersichtlich. Treppen, Loren, Werkzeuge, ein altes Fahrrad, alte Beschriftungen und mehr machen den Tauchgang interessant und abwechslungsreich.

Der Großteil ist bereits verleint, dennoch ist es empfehlenswert, neben ein paar Spools auch ein Reel mitzunehmen.

Im Jahr 2015 kam es leider zu einem tödlichen Tauchunfall im Bergwerk, worauf das Tauchen kurzfristig untersagt wurde. Mittlerweile ist das Tauchen in Miltitz wieder freigegeben, vom Betreiber wurden jedoch folgende Regeln zwecks dem Tauchen im Kalkbergwerk erstellt:

Voraussetzungen zum Tauchen im Alten Kalkwerk Miltitz Stand 11/2015

  • Full Cave Zertifizierung der anerkannten Verbände
    (GUE, IANTD, ANDI, PATD, TDI, RAB, NACD, NSS, ISE)
  • Gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung
  • Tauchunfallversicherung für technisches Tauchen
    (z.B. DAN, AQUAMED, VDST)
  • Logbuchpflicht (Nachweis der letzten 30 Tauchgänge)
  • Unterschriebener Haftungsausschluss

Bei Tauchgängen mit geplanten Tiefen über 30m muss mindestens 10 Tage vorher eine Anmeldung des geplanten Tauchganges erfolgen, außerdem erforderlich:

  • Bei Tauchgängen mit O2 angereicherten Gemischen
    Nitrox Zertifikation o.g. Verbände
  • Bei Tauchgängen mit TMX Gemischen
    Trimix Zertifikation o.g. Verbände
  • Bei Tauchgängen mit Kreislaufgeräten
    – Rebreather Zertifikation für das benutzte Gerät
    – Deutsche Bauartzulassung für das benutzte Gerät

Solotauchgänge sind verboten.
Unautorisierte Ausbildung ist verboten.
Die Benutzung von Scootern ist verboten.
Die Benutzung von Urinalventilen ist verboten.

Teams, die mit TMX tauchen, müssen ein Gerät mit den entsprechenden Gasen zusätzlich
bereitstellen, das bis zur Beendigung des Tauchgangs am Einstieg für Rettungszwecke verbleibt.

 

Der Grüne See

 

(c) Tauchausflug.eu
(c) Tauchausflug.eu

Das Tauchen im Grünen See (Tragöß, Österreich) wurde lange Zeit als absoluter Geheimtipp behandelt. Wenige Taucher wussten von diesem See, der meist nur im Mai und Juni zu betauchen war, zur übrigen Zeit war der Wasserspiegel einfach zu niedrig. Doch dann, wenn der Schnee der umliegenden Berge schmilzt, steigt der Wasserstand auf bis zu 9 Meter, und was sonst Wanderwege sind, wird vom glasklaren, bitterkalten Wasser überspült.

Als taucherisches Highlight sind neben der ehemals unsagbar guten Sicht die Bank und Brücke bekannt, welche vollständig überflutet werden. Wäre es nicht so kalt, könnte man meinen man taucht im Meer.

Doch im Oktober 2015 kam es zu einem für Taucher erschreckenden Entschluss:

Liebe Taucher!

Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass das Tauchen im Grünen See aus naturschutzrechtlichen Gründen in Zukunft nicht mehr möglich sein wird.
Die Entscheidung erfolgte aus folgenden Gründen:
„Nach genauer Prüfung der verschiedenen Fachgutachten und gesetzlichen Bestimmungen betreffend Natur- und Landschaftsschutz
ist die Eigentümerin des Grünen Sees, für alle Gesetzesverstöße und der sich daraus ergebenden Schäden alleine verantwortlich.
Als gesichert gilt, dass die Aufwirbelungen des Seebodens durch den Tauchbetrieb verursacht werden, und sich nach einiger Zeit
ein Sandbelag über dem Seegrund festigt und die leuchtende Farbe des Sees verloren gehen wird. Auch wird der dadurch geförderte Pflanzenbewuchs gefährlich.

Die bisher geduldeten Seenutzungen wie schwimmen, Boote, Luftmatratzen oder Hunde tragen zu einer Verunreinigung
dieses sensiblen Gewässers bei. Auch das muss unterbunden werden.“
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und verbleiben

mit freundlichen Grüßen,

Tourismusverband Tragöß – Grüner See

Wie konnte es hierzu kommen?

In den letzten Jahren war dieser See in so ziemlich jedem Tauchmagazin als Top-Spot, auch die neuen Medien wie Facebook & Co brachten den See auf den Radar eines jeden Tauchers.

(c) Tauchausflug.eu
(c) Tauchausflug.eu

Die Anzahl der Taucher nahm drastisch zu, teilweise parkten über hundert Fahrzeuge auf der Zufahrtsstraße, alle wollten dort tauchen. Auch kamen durch die Masse leider sehr viele Taucher welche nicht tarieren konnten und die klare Sicht des so bekannten Sees ging verloren. Schnuppertauchen im Grünen See soll angeboten worden sein, Tauchkurse wurden dort durchgeführt. Von oben auf den See geblickt sah man nur noch Blasen, unter Wasser war von der berühmten Klarheit nichts mehr zu sehen.

(c) Tauchausflug.eu
(c) Tauchausflug.eu

Letztendlich darf man sich als Taucher nicht über diese Entscheidung wundern, auch wenn es durchaus ärgerlich für alle ist.

Als Ausweichtauchplatz bietet sich in dieser Ecke Österreichs aber immer noch der Grüblsee an, welcher unserer Meinung nach der interessantere Tauchplatz ist – und auch kulinarisch das Tauchen in den Hintergrund stellt.

Letztendlich bleibt der Appell an alle Ausbilder: Bitte bringt Euren Tauchschülern nicht nur das Überleben bei, sondern zeigt wie man richtig im Wasser liegt und Flossen vernünftig einsetzt. Eventuell bleiben uns dann weitere Tauchverbote erspart.

Hollis Explorer Rebreather

Hollis Explorer eSCREin Rebreather für Sporttaucher – „macht so etwas Sinn?“ mag sich der eine oder andere im ersten Augenblick fragen. Er besitzt elektronische Komponenten, absolut einfach zu bedienen und sicher soll er sein…. Zugegeben, wir waren im ersten Moment auch nicht überzeugt von der Idee, aber schließlich kann man nur mitreden, wenn man das Gerät selbst getaucht hat.

Es folgte also der Anruf bei Hollis, wir bestellten zwei komplette Kreislauftauchgeräte, inkl. Flasche und dem optionalen CO2-Sensor – schließlich wollten wir uns vom Komplettsystem einen Eindruck machen.

Schon das Öffnen des Kartons hat uns positiv überrascht: Wir sehen erst einmal keinen Rebreather, sondern eine Transportbox aus Kunststoff, in der das Gerät ausgeliefert wird. Dies macht natürlich schon einmal einen hochwertigen Eindruck. Der kurze Check auf Vollständigkeit der Lieferung brachte uns aber erst einmal aus dem Konzept, denn das BOV (Bail-Out-Valve) war nicht dabei, das Kreislaufgerät somit nicht tauchfähig.

Hollis möchte mit dieser Vorgehensweise erreichen, daß nur auf dem Gerät ausgebildete Taucher auch mit dem Hollis Explorer ins Wasser gehen; das BOV wird an den Instruktor geschickt, bei dem man seine Ausbildung macht. Somit mussten wir dann noch ein paar Tage warten, bis wir das Gerät vollständig vor uns liegen hatten.

Der Kreisel selbst wird mittels Backplate und Harness getragen, was ja sowieso unsere liebste Art des Tauchens ist. Das Harness ist durchgehend und ohne Schnickschnack, es lässt sich schnell und gewohnt auf den Taucher einstellen. Die mitgelieferte Aluminium-Backplate ist aber unserer Meinung nach die falsche Wahl wenn es ums Tauchen in unseren kalten Gewässern geht, wo man ja auf Grund des Trockentauchanzugs eh ein paar Kilo mehr Blei benötigt.

Die Anbringung des Bleis wird später auch noch für Unmut sorgen: Am Kopf des Gerätes befindet sich eine Bleitasche, welche mit 4kg Blei bestückt werden kann, zur Justierung des Trimms. 4kg + Aluminiumbackplate reichen jedoch ganz sicher nicht aus, allerdings scheitern wir am Versuch ein P-Weight einzusetzen. Der Bolzenabstand des Gerätes ist leider 3mm zu kurz (und nicht änderbar), und unsere P-Weights haben keine Langlöcher (ebenso wie die dicken Stahlbackplates), so daß wir hier kurzfristig nicht den nötigen Abtrieb herstellen konnten. Alternative waren Bleistücke am Harness oder eben ganz klassisch: ein Bleigurt.

Aber zurück zum eigentlichen Rebreather. Chris Ullmann (IART) kam zu uns nach Nürnberg, um mit uns den Instruktor-Kurs auf dem Gerät durchzuführen.

Zuerst zerlegten wir das Gerät bis in alle Einzelteile, also Deckel runter, Gegenlungen ausgebaut, Schläuche abgeschraubt, Kalkbehälter und Elektronik auf den Tisch gelegt und sogar die Aufnahme für den Kalkbehälter und Elektronik schraubten wir ab, wie auch das ADV – dennoch blieb alles sehr übersichtlich.

Ein falsches Zusammenbauen schien aber gar nicht möglich zu sein, hier haben sich die Entwickler sicher etwas dabei gedacht.  Die Elektronik ist wasserdicht vergossen und arbeitet über Induktionsschleifen, der Flaschendruck wird mittels Funksender übermittelt. Neben Sauerstoffpartialdruck (3 Sauerstoffsensoren) und dem CO2-Gehalt (über den optionalen CO2-Sensor) wird sogar der Kalkbehälter zusätzlich an 5 Stellen über Temperatursensoren überwacht, worüber restliche Standzeit des Atemkalks abgeschätzt werden kann.

Auch von außen ist zu sehen, ob der Kalkbehälter eingesetzt ist, und auch der LED-Status des Headup-Displays leuchtet zusätzlich an der Seite des Kreislaufgerätes im Kopf der Elektronik und zeigt somit auch dem Buddy den aktuellen Zustand des Gerätes an.

Sensoren einbauen, O-Ringe fetten und den Hollis Explorer wieder komplett zusammensetzen war dann die Aufgabe, was auch wirklich einfach gelang.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Theorie, einer ausführlichen Einweisung in den mitgelieferten Computer und natürlich in die Predive-Checks, welche vor jedem Tauchgang unumgänglich sind.

An den folgenden Tagen folgten die ersten Tauchgänge mit dem Hollis Explorer Rebreather, und die Erfahrung war faszinierend. Ein sehr guter Atemkomfort, wie man ihn sicher nicht von jedem Kreislaufgerät kennt, überzeugte ebenso, wie die einfache Kontrolle und Handhabung des Systems. Wir lernten die Ergebnisse unterschiedlicher Einstellungen am Computer und bekamen wirklich sehr schnell ein Gefühl für das Tauchen mit diesem Rebreather.

Jeder, der einmal Kreislaufgeräte ausprobieren möchte und ausschließlich im Bereich bis 40 Meter Tiefe unterwegs ist, sollte dieses Gerät einmal probetauchen.

Zu beziehen ist das Kreislaufgerät in unserem Onlineshop Hollis Explorer. Die entsprechende Ausbildung zum Rebreather gibt es natürlich bei Tauchausflug.eu

31.10.15: Bilder ergänzt.

 

 

Erfolgreich: CMAS-Tauchlehrerausbildung

TauchlehrerEine Woche Vorbereitung, vom Tauchequipment zur Tauchphysik, über Tauchmedizin zur Ersten Hilfe und natürlich das Planen und Durchführen von Tauchgängen standen ebenso auf dem Plan wie die Perfektionierung des Tauchstils und das Demonstrieren von Übungen im Wasser.

Dann – nach genügend Zeit für individuelle Vorbereitung – ging es nach Nordhausen, wo die eigentliche Prüfung durchgeführt wurde. Neben unzähligen Tauchgängen mussten auch alle Teilnehmer Lehrproben in unterschiedlichen Themengebieten halten und natürlich eine schriftliche Prüfung absolvieren.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

4x CMAS TL *
1x CMAS TL **
1x CMAS TL ***

Ganz besonders freuen wir uns natürlich, daß unsere drei Assistenztauchlehrer die Prüfung bestanden haben und uns zukünftig auch weiter bei der Ausbildung unterstützen. Aber auch die anderen drei TL haben bereits ihr Aufgabengebiet in Tauchschulen und Vereinen gefunden.

Auch im Jahr 2015 wird es eine neue Tauchlehrerausbildung geben, bei Interesse könnt Ihr uns jederzeit gerne kontaktieren.

Luftverbrauch beim Tauchen optimieren

Optimierung des Luftverbrauchs
Optimierung des Luftverbrauchs

Wie lange reicht denn eigentlich eine Tauchflasche? Diese Frage bekommen wir in fast jedem Tauchkurs gestellt. Der Luftverbrauch ist grundsätzlich von verschiedenen Faktoren abhängig, entscheidend ist auf jeden Fall Taucher und Tiefe.

Wieviel Luft ein Taucher braucht, wird in Litern als AMV (Atem-Minuten-Volumen) angegeben, bezogen auf die Wasseroberfläche, also bei 1 Bar Umgebungsdruck.

Die einfachste Methode ist das Messen des Verbrauchs. Hierzu macht man einen Tauchgang und begibt sich auf eine beliebige Tiefe (Beispiel: 20 Meter). Dann schaut man auf das Finimeter und merkt sich den Startdruck ab erreichen der Tiefe (Beispiel: 180 Bar). Dann taucht man zwanglos eine gewisse Zeit, wobei eine längere Zeitspanne auch ein genaueres Ergebnis liefert. In unserem Rechenbeispiel gehen wir mal von 10 Minuten aus. Dann schauen wir wieder auf’s Finimeter und merken uns den Enddruck (Beispiel: 140 Bar). Entscheidend ist nun natürlich auch die Flaschengröße, gehen wir mal hier von einer 12 Liter-Flasche aus. Während der beobachteten Zeitspanne solltet ihr ganz normal tauchen und Euch bewegen, aber dabei die Tiefe konstant halten.

Wir benötigen also (Druckdifferenz * Flaschenvolumen) / (Zeit * Umgebungsdruck)

AMV =
((180 Bar – 140 Bar) * 12 Liter) / (10 Minuten * 3 Bar) =
40 * 12 Liter / 30 Minuten =
16 Liter / Minute

Dies ist schon ein wirklich guter Wert, der aber gerade am Anfang einer Tauchkarriere unrealistisch und weit entfernt erscheint. Auch bei Anstrengung wie zum Beispiel Tauchen gegen Strömung, bei Arbeiten unter Wasser und auch bei Stress wird der Wert markant nach oben steigen.

Wie kann man solche Werte erreichen, bzw. was beeinflusst den Luftverbrauch?

1. Wasserlage & Ausrüstung
Der Wasserwiderstand ist natürlich bei waagrechter Wasserlage wesentlich geringer als in der all zu oft üblichen Seepferdchenstellung. Ein geringerer Wasserwiderstand bedeutet aber auch weniger Anstrengung, und somit weniger Luftverbrauch. Das betrifft auch Dinge, mit denen Du Dich während dem Tauchgang behängst: Kamera, große Tauchlampen, unpassende Trockentauchanzüge – alles, was den Wasserwiderstand erhöht, kostet Arbeit und Luft!

2. Ruhig bleiben
Nicht nur unnötiges Gehampel ist mit Anstrengung – und somit Luftverbrauch – verbunden, auch unnötige Aufregung, Angst, Unwohlsein und Stress verursachen einen größeren Verbrauch. Ruhig tauchen und ebenso ruhig und überlegt bleiben, sollten unter Wasser Probleme auftreten. Wenn ihr Euch unwohl fühlt, ändert die Bedingungen (verlassen der Tiefe, auftauchen, oder gar Tauchgang abbrechen) – man spart nicht nur Luft, sondern vermeidet auch Unfälle.

3. Fortbewegung
Optimierte Flossenschläge sind effektiv und sparen so gegenüber unkontrollierten Bewegungen natürlich Energie. Versuche ein Gefühl für den für Dich am Besten geeigneten Flossenschlag zu finden, versuche unterschiedliche Techniken und vergleiche den Kraftaufwand und die Effizienz – nutze die Gleitphasen!

4. Blei
Mit zu wenig Blei musst Du Dich anstrengen, runter zu kommen oder unten zu bleiben, bei zu viel Blei ist genau das Gegenteil der Fall. Optimiere Deine Bleimenge und versuche mit sowenig Blei wie nötig auszukommen, auch das unterstützt die Senkung des Luftbedarfs.

5. Tarierung
Die Punkte 1 und 4 haben schon damit zu tun, aber versuche zusätzlich, neutral tariert zu sein und benutze den Inflator nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Wenn Du ständig Luft ins Jacket (und/oder in den Trocki) lässt und kurz darauf die Luft wieder raus…. ein Teufelskreis, der auch viel Luft kosten kann. Gleiche geringes Auf und Ab lieber über die Atmung aus, denn atmen musst Du ja sowieso.

Sparatmung
Bitte versucht nicht, mittels Sparatmung oder Atemkontrolle den Luftverbrauch zu senken, der Körper braucht die Luft, und einzig Kopfschmerzen und Schwindel sind die Antwort Deines Körpers auf Sparatmung – meist gepaart mit anschließenden heftigen Atemzügen. Nichts gespart, aber keinen Spaß am Tauchen.

Mithalten
Wenn der Luftverbrauch höher ist, heißt das nicht zwangsweise, das Du kürzer tauchen musst. Viele Tauchbasen verleihen auch größere Tauchflaschen, zum Beispiel 15 Liter, auch in den warmen Regionen wo es normalerweise nur die 80cft Aluflaschen gibt. Sicher kosten diese Flaschen ein paar Euro mehr Leihgebühr, aber auf den Tauchurlaub umgeschlagen ist es dann doch ehr lächerlich. Wer eigene Flaschen – vielleicht auch Doppelgeräte – bevorzugt, findet günstige Angebote in unserem Onlineshop.

 

 

Buch-Empfehlung für Taucheinsteiger

The Recreational Diver
The Recreational Diver

Tauchbücher gibt es viele, auch Bücher, welche sich der Anfängerausbildung verschrieben haben. Lehrbücher so mancher Verbände haben den Schwerpunkt jedoch nicht auf die Fachkunde gelegt, sondern versuchen mit ihrem Produkt dem Tauchanfänger einzureden, viel Equipment kaufen zu müssen und ohne das Buchen weiterer Kurse selbst wertlos zu sein.

InnerSpace Explorers hat mit seinem Buch – welches sich schon auf Grund der Ringbindung hervorragend lesen lässt – einen anderen Weg eingeschlagen: Klar strukturiert wird auf alle notwendigen Themen für den Taucher eingegangen.

Inhalte sind unter Anderem:

  • Ausrüstung
  • Der Tauchpartner
  • Physik
  • Physiologie
  • Tauchgangsplanung
  • Problemmanagement
  • Unfallmanagement
  • Besondere Tauchgänge

In diesem Werk werden die Themen nicht beschrieben wie vor zig Jahren, sondern die Erkenntnisse aus jahrelanger technischer Tauchausbildung flossen hier mit ein, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit vermitteln zu können.

Das Buch ist nicht nur für den Neueinsteiger interessant, auch fortgeschrittene Taucher finden in diesem Nachschlagewerk allerhand Informationen, die sonst in Folgekursen vermittelt werden.

Für € 29,90 kann das Buch auch bei Amazon erworben werden:

Danke ISE !

Wracktauchen in Kroatien

Kroatien ist ein beliebtes Reiseziel – je nach ausgewählter Destination kann man mit kurzer Fahrzeit vor Ort sein und dabei natürlich sein gesamtes Tauchequipment mitnehmen.

Neben den normalen Rifftauchplätzen und kleinen Grotten sind die Wracks entlang der Küste, egal ob in der Gegend von Istrien, Split / Vis oder Dubrovnik besonders beliebt.

Wracktauchgang an der Baron Gautsch
Wracktauchgang an der Baron Gautsch

Das wohl bekannteste Wrack im Norden Kroatiens, an der Westküste Istriens, ist mit Sicherheit die am 13.08.1914 gesunkene „Baron Gautsch„, ein Österreich-Ungarischer Passagierdampfer mit einer Länge von 84,5 Metern. Auch wenn das Wrack bei einer Maximaltiefe von 41 Metern am Ende der Sporttauchgrenze liegt, ist es eines der beliebtesten Wracks im Norden Kroatiens. Als Tauchbasis hat sich Starfish in Vrsar bewährt, die immer unsere Wünsche erfüllen konnte.

 

Wrack der Vis
Wracktauchen an der Vis

Fährt man weiter an die Ostküste, kommt man zu Wracks im 60 Meter-Bereich, wie zum Beispiel die Vis, Kalioppi, Lina, Argo, MTB655 und vielen mehr. Auf Grund der Tiefe werden diese Wracks nicht mehr von jeder Basis angefahren, aber Maurizio von Krnicadive ist eine zuverlässige Anlaufstelle. Die Wracks sind wesentlich besser erhalten als die Wracks der Westküste, was wahrscheinlich auch daran liegt, daß sie einfach nicht so viel betaucht werden wie die flachen Wracks.

Tauchgang an der Kalioppi
Tauchgang an der Kalioppi

Auch die Kalioppi – ebenfalls ein Frachter der Liberty-Klasse, wie auch die Vis – liegt dort vor Ort, ebenfalls in einer Tiefe von 60m. Allerdings steht sie nicht aufrecht, und auch der Abstieg erfolgt in der Nähe einer Fährlinie, was das Tauchen dort etwas erschwert. Belohnt wird man aber dafür mit einem großartigen Erlebnis, egal ob von Außen oder einmal quer durch. Natürlich wird bei diesen Tiefen der Einsatz von Mischgas empfohlen!

 

Wer sich einen ausführlichen Überblick über die Wracks in Kroatien verschaffen möchte, dem empfehlen wir das Buch „Der Schatz der Adria„. Hier werden auf knapp 400 Seiten 56 Wracks in Kroatien beschrieben und mit über 500 Bildern und 60 Illustrationen ausführlich dargestellt. Das Buch ist perfekt geeignet, um Tauchgänge und Wrackauswahl zu planen.

Der Schatz der Adria
Buch über 56 Wracks in Kroatien

Das Buch kann im Tauchshop Nürnberg für € 55,- zzgl. Versandkosten bestellt werden.

Tec-Kurse auch für Sporttaucher?

Ein Taucher während eines OWD-Ausbildungstauchgangs
Ein Taucher während eines OWD-Ausbildungstauchgangs

Schaut man sich die vielen Technischen Tauchverbände einmal an, wird man feststellen, das mittlerweile sehr viele dieser Verbände einen Grundlagenkurs als Einstiegsvoraussetzung für die eigentlichen, technischen Kurse bieten.

Basics of Exploration, Fundamentals, Tec Fundamentals und mehr Bezeichnungen für einen Grundlagenkurs – doch was genau versteckt sich dahinter?

Die Grundlagen für sichere technische Tauchgänge, egal ob es sich um Mischgastauchen, Höhlentauchen, Wracktauchen oder Rebreathertauchen handelt, sind grundsätzlich einmal identisch: Der Taucher selbst muss

  • eine stabile Wasserlage aufweisen
  • seine Ausrüstung richtig konfiguriert haben und damit umgehen können
  • Situationsbewußtsein für Buddy und Umgebung haben
  • ein Grundverständnis für Tauch- / Dekompressionstheorie besitzen
  • ein paar Notfallübungen beherrschen
  • und natürlich alle Basics, die man in der Anfängerausbildung gelernt hat, beherrschen – auch in komplizierteren Situationen

All das sind Dinge, die eigentlich mit dem Tec-Tauchen noch gar nichts zu tun haben – jedoch die Voraussetzung sind um Technische Tauchgänge sauber und sicher abbilden zu können.

Grundsätzlich sollte man meinen, daß dies in jeder Sporttauchausbildung enthalten ist, zumindest ab einem bestimmten Niveau. Die Praxis zeigt jedoch, das es gerade hier leider immer wieder Defizite gibt, die es auszumerzen gilt, oft auch bei Tauchern mit mehreren 100 Tauchgängen im Logbuch.

„Ist ja easy“ – hört man da Anfangs. Ganz oft und sehr überzeugt. Doch schon im ersten Tauchgang stellt sich heraus, das alles doch gar nicht so leicht ist. Die Höhe halten beim Tauchen – geht noch; die Höhe halten, während man an der Stelle stehen soll ist dann meist schon nicht mehr ohne Ruderbewegungen mit den Händen möglich.

Neben der Standard-Flossenbewegung werden noch verschiedene andere Techniken gelehrt, mit Hilfe derer sich der Taucher in jede beliebige Position manövrieren kann ohne seine Hände benutzen zu müssen – und ohne die Sicht um sich herum zu verschlechtern.

Blei an der falschen Stelle führt fast unausweichlich zu schlechtem Trimm, wohingegen der Einsatz von ungeeigneten Flossenblättern das ausführen von komplexen Bewegungsabläufen, welche zum Beispiel für das Rückwärtsschwimmen erforderlich wären, stark erschweren. Ein falsch eingestelltes Harness hat meist die Unerreichbarkeit der eigenen Flaschenventile als Konsequenz. Weitere ausrüstungsbezogene Fragen, betreffend der Nicht-Eignung von z.B. Neoprenanzügen für das Trockentauchen oder die Verwendung von Karbonflaschen schließen sich an die Ausrüstungsthematik an.

Das alles sind Themen, die in den ersten Einheiten eines Grundlagenkurses vermittelt werden – bei weitem jedoch noch nicht alles.

Mit sogenannte Dry-Runs übt man bestimmte Abläufe erst einmal im Trockenen: Bolt Snap clippen, Out of Gas-Situationen, Flossentechniken und mehr werden an Land geübt bis es passt – dann fällt die entsprechende Übung auch unter Wasser leichter. Sinn und Zweck ist es, bestimmte Abläufe zur Routine werden zu lassen, sprich auf Situationen reagieren zu können, ohne erst nachdenken zu müssen welcher Schritt als nächstes kommt.

Im Wasser werden dann natürlich die Übungen ergänzt, ein Maskenwechsel ohne Verlust von Trimm und Tarierung sollte dann genau so leicht möglich sein wie das oft im OWD Kurs gelernte (manchmal auch gehasste) „Maske ausblasen“. Teamtauchen bekommt eine ganz neue Bedeutung, und man lernt sehr schnell zu schätzen, wie schön es ist wenn der Buddy eine gewisse Awareness an den Tag legt.

Warum das ganze Tamtam?

Grundsätzlich wünscht man niemandem ein Problem, und bei jeder Tauchgangsplanung und Vorbereitung wird Wert darauf gelegt, das Auftreten von Komplikationen im Vorfeld zu minimieren. Ausschließen kann man Probleme aber nie: Das fängt schon mit gerissenen Maskenbändern an und geht über geplatzte Schläuche zu sich verhängten Tauchern. All das sollte man irgendwann blind beherrschen – ohne Tarierung zu verlieren, ohne sich auf den Grund zu knien – was ja auch nicht an jedem Drop Off möglich ist. Und natürlich ohne einen oft gelehrten „Notaufstieg“ hinzulegen. Gerade bei technischen Tauchgängen ist das auf Grund von Dekoverpflichtung oder Penetrationstiefe nicht ratsam oder möglich.

Durch ein erfolgreich absolviertes Training und durch Verinnerlichung der Lösungsstrategien, steigt nicht nur das Selbstbewusstsein sowie das subjektive Sicherheitsgefühl sondern damit auch der fühlbare Spaß am Tauchgang. Nebenbei sinkt auch die tatsächliche Anfälligkeit für Tauchunfälle deutlich durch die neu erworbenen Fähigkeiten.

Wer ein paar Informationen mehr sucht, kann sich diesen Kurzbericht über einen BoE-Kurs durchlesen.

Auch wir bilden den fundierten „Basics of Exploration“ nach den Standards von InnerSpace Explorers aus – oder auf Wunsch auch Fundamentals Kurse anderer Verbände. Nicht nur in Nürnberg, sondern in ganz Europa.

Durch die Bank gab es bisher dazu nur positives Feedback der Schüler, auch wenn es meist vier sehr anstrengende und lange Tage sind. Wer an so einem Kurs teilnimmt, kann sich nicht nur Geld sparen weil er kein ungeeignetes Equipment kauft, sondern auch allerhand Wissen und Fähigkeiten mit nach Hause nehmen.

Nehmt einfach Kontakt zu uns auf.