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Category Archives: Tec-Tauchen

U-Boot Wrack Attersee

Der Tauchgang am U-Boot

Das gesunkene U-Boot im Attersee stand schon wirklich lange auf dem Plan, doch leider hatten wir es nie geschafft dort tauchen zu gehen. Videos haben wir schon ein paar gesehen, aber selbst an so einer kleinen Attraktion zu tauchen ist dann doch noch einmal etwas anderes. (mehr …)

Atemreglerkonfiguration – Sinn und Unsinn

Die saubere und logische Konfiguration der Atemregler wird immer wieder diskutiert, es gibt auch jede Menge (unmögliche) Lösungsvorschläge.

Hier möchten wir Euch eine gute Konfiguration vorstellen und erklären, weshalb es so konfiguriert wird. (mehr …)

Handzeichen beim Technischen Tauchen

Die gebräuchlichsten Handzeichen aus der Welt des Sporttauchens sollten eigentlich bekannt sein. Für das Technische Tauchen werden noch ein paar weitere Zeichen mit aufgenommen, um auch hier die Kommunikation zu vereinfachen. Besonders das Zahlensystem (zum Beispiel „wie voll ist Deine Flasche“) wurde ersetzt, „50 bar“ oder „100 bar“ gibt es nicht.

Handzeichen sollen möglichst mit einer Hand dargestellt werden können, diese kann dann bei Bedarf mit der zweiten Hand angeleuchtet werden oder aber man hat eine Hand für die Leine (Höhle / Wrack, oder auch Aufstiegsleine bei Strömung….).

Fangen wir mit den Zahlen an:

Handzeichen Zahlen Tec Tauchen

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Vorbereitung auf Technisches Tauchen

Tec-Tauchen NürnbergImmer wieder werden wir gefragt, wie man sich am Besten auf den Einstieg ins Technische Tauchen vorbereiten kann. Natürlich könnte man nun starr auf die Voraussetzungen der unterschiedlichen Verbände verweisen, aber auf Grund unserer umfangreichen Erfahrungen in diesem Bereich möchten wir doch einmal die wesentlichen Punkte zusammentragen:

Theorie:

Im Technischen Tauchen wird viel geplant und gerechnet. Hierzu ist zwingend notwendig, daß folgende – eigentlich schon in jedem vernünftigen OWD-Kurs vermittelten – Kenntnisse vorhanden sind: (mehr …)

Bergwerktauchen in Miltitz

Plan MiltitzDas Tauchen in Bergwerken ist immer wieder eine besonders aufregende, leider aber auch gefährliche Sache. Man befindet sich jederzeit in einer Umgebung, bei der ein direktes Auftauchen an die Wasseroberfläche nicht möglich ist.

Beim Bergwerk in Miltitz-Roitzschen handelt es sich um ein altes Kalkbergwerk, in welchem bis 1924 Kalk – und auch ein wenig Silbererz – abgebaut wurden. Während dem zweiten Weltkrieg diente das Bergwerk als U-Verlagerung für eine Benzinfabrik. Noch heute gibt es ca. 80-minütige Führungen durch das Bergwerk (http://www.kalkbergwerk.de/), und in den Wintermonaten kann es auch – sofern die Voraussetzungen erfüllt werden – auch betaucht werden.

Um in dem Bergwerk tauchen zu können, muss die Ausrüstung erst einmal zu Fuß in den Berg gebracht werden, am Besten mit einer geeigneten Karre. Im Bergwerk selbst gibt es für Taucher Anrödeltische, an denen das Equipment zusammengebaut und angelegt werden kann, und auch eine schöne Plattform für den leichten Ein- und Ausstieg in den überfluteten Bereich.

Die 6-Meter-Sohle hat einige Bereiche, in denen man den Kopf aus dem Wasser stecken kann. Von dort aus geht es an mehreren Stellen in den tieferen Bereich. Auf ca. 18m Tiefe ist ein langer Stollen, in dem ein künstliches Skelett liegt, die Adolf-von-Heynitz-Halle geht bis zu einer Tiefe von ~60m. Es sind noch viele Dinge aus der Bergbauzeit ersichtlich. Treppen, Loren, Werkzeuge, ein altes Fahrrad, alte Beschriftungen und mehr machen den Tauchgang interessant und abwechslungsreich.

Der Großteil ist bereits verleint, dennoch ist es empfehlenswert, neben ein paar Spools auch ein Reel mitzunehmen.

Im Jahr 2015 kam es leider zu einem tödlichen Tauchunfall im Bergwerk, worauf das Tauchen kurzfristig untersagt wurde. Mittlerweile ist das Tauchen in Miltitz wieder freigegeben, vom Betreiber wurden jedoch folgende Regeln zwecks dem Tauchen im Kalkbergwerk erstellt:

Voraussetzungen zum Tauchen im Alten Kalkwerk Miltitz Stand 11/2015

  • Full Cave Zertifizierung der anerkannten Verbände
    (GUE, IANTD, ANDI, PATD, TDI, RAB, NACD, NSS, ISE)
  • Gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung
  • Tauchunfallversicherung für technisches Tauchen
    (z.B. DAN, AQUAMED, VDST)
  • Logbuchpflicht (Nachweis der letzten 30 Tauchgänge)
  • Unterschriebener Haftungsausschluss

Bei Tauchgängen mit geplanten Tiefen über 30m muss mindestens 10 Tage vorher eine Anmeldung des geplanten Tauchganges erfolgen, außerdem erforderlich:

  • Bei Tauchgängen mit O2 angereicherten Gemischen
    Nitrox Zertifikation o.g. Verbände
  • Bei Tauchgängen mit TMX Gemischen
    Trimix Zertifikation o.g. Verbände
  • Bei Tauchgängen mit Kreislaufgeräten
    – Rebreather Zertifikation für das benutzte Gerät
    – Deutsche Bauartzulassung für das benutzte Gerät

Solotauchgänge sind verboten.
Unautorisierte Ausbildung ist verboten.
Die Benutzung von Scootern ist verboten.
Die Benutzung von Urinalventilen ist verboten.

Teams, die mit TMX tauchen, müssen ein Gerät mit den entsprechenden Gasen zusätzlich
bereitstellen, das bis zur Beendigung des Tauchgangs am Einstieg für Rettungszwecke verbleibt.

 

Wracktauchen in Kroatien

Kroatien ist ein beliebtes Reiseziel – je nach ausgewählter Destination kann man mit kurzer Fahrzeit vor Ort sein und dabei natürlich sein gesamtes Tauchequipment mitnehmen.

Neben den normalen Rifftauchplätzen und kleinen Grotten sind die Wracks entlang der Küste, egal ob in der Gegend von Istrien, Split / Vis oder Dubrovnik besonders beliebt.

Wracktauchgang an der Baron Gautsch
Wracktauchgang an der Baron Gautsch

Das wohl bekannteste Wrack im Norden Kroatiens, an der Westküste Istriens, ist mit Sicherheit die am 13.08.1914 gesunkene „Baron Gautsch„, ein Österreich-Ungarischer Passagierdampfer mit einer Länge von 84,5 Metern. Auch wenn das Wrack bei einer Maximaltiefe von 41 Metern am Ende der Sporttauchgrenze liegt, ist es eines der beliebtesten Wracks im Norden Kroatiens. Als Tauchbasis hat sich Starfish in Vrsar bewährt, die immer unsere Wünsche erfüllen konnte.

 

Wrack der Vis
Wracktauchen an der Vis

Fährt man weiter an die Ostküste, kommt man zu Wracks im 60 Meter-Bereich, wie zum Beispiel die Vis, Kalioppi, Lina, Argo, MTB655 und vielen mehr. Auf Grund der Tiefe werden diese Wracks nicht mehr von jeder Basis angefahren, aber Maurizio von Krnicadive ist eine zuverlässige Anlaufstelle. Die Wracks sind wesentlich besser erhalten als die Wracks der Westküste, was wahrscheinlich auch daran liegt, daß sie einfach nicht so viel betaucht werden wie die flachen Wracks.

Tauchgang an der Kalioppi
Tauchgang an der Kalioppi

Auch die Kalioppi – ebenfalls ein Frachter der Liberty-Klasse, wie auch die Vis – liegt dort vor Ort, ebenfalls in einer Tiefe von 60m. Allerdings steht sie nicht aufrecht, und auch der Abstieg erfolgt in der Nähe einer Fährlinie, was das Tauchen dort etwas erschwert. Belohnt wird man aber dafür mit einem großartigen Erlebnis, egal ob von Außen oder einmal quer durch. Natürlich wird bei diesen Tiefen der Einsatz von Mischgas empfohlen!

 

Wer sich einen ausführlichen Überblick über die Wracks in Kroatien verschaffen möchte, dem empfehlen wir das Buch „Der Schatz der Adria„. Hier werden auf knapp 400 Seiten 56 Wracks in Kroatien beschrieben und mit über 500 Bildern und 60 Illustrationen ausführlich dargestellt. Das Buch ist perfekt geeignet, um Tauchgänge und Wrackauswahl zu planen.

Der Schatz der Adria
Buch über 56 Wracks in Kroatien

Das Buch kann im Tauchshop Nürnberg für € 55,- zzgl. Versandkosten bestellt werden.

Tec-Kurse auch für Sporttaucher?

Ein Taucher während eines OWD-Ausbildungstauchgangs
Ein Taucher während eines OWD-Ausbildungstauchgangs

Schaut man sich die vielen Technischen Tauchverbände einmal an, wird man feststellen, das mittlerweile sehr viele dieser Verbände einen Grundlagenkurs als Einstiegsvoraussetzung für die eigentlichen, technischen Kurse bieten.

Basics of Exploration, Fundamentals, Tec Fundamentals und mehr Bezeichnungen für einen Grundlagenkurs – doch was genau versteckt sich dahinter?

Die Grundlagen für sichere technische Tauchgänge, egal ob es sich um Mischgastauchen, Höhlentauchen, Wracktauchen oder Rebreathertauchen handelt, sind grundsätzlich einmal identisch: Der Taucher selbst muss

  • eine stabile Wasserlage aufweisen
  • seine Ausrüstung richtig konfiguriert haben und damit umgehen können
  • Situationsbewußtsein für Buddy und Umgebung haben
  • ein Grundverständnis für Tauch- / Dekompressionstheorie besitzen
  • ein paar Notfallübungen beherrschen
  • und natürlich alle Basics, die man in der Anfängerausbildung gelernt hat, beherrschen – auch in komplizierteren Situationen

All das sind Dinge, die eigentlich mit dem Tec-Tauchen noch gar nichts zu tun haben – jedoch die Voraussetzung sind um Technische Tauchgänge sauber und sicher abbilden zu können.

Grundsätzlich sollte man meinen, daß dies in jeder Sporttauchausbildung enthalten ist, zumindest ab einem bestimmten Niveau. Die Praxis zeigt jedoch, das es gerade hier leider immer wieder Defizite gibt, die es auszumerzen gilt, oft auch bei Tauchern mit mehreren 100 Tauchgängen im Logbuch.

„Ist ja easy“ – hört man da Anfangs. Ganz oft und sehr überzeugt. Doch schon im ersten Tauchgang stellt sich heraus, das alles doch gar nicht so leicht ist. Die Höhe halten beim Tauchen – geht noch; die Höhe halten, während man an der Stelle stehen soll ist dann meist schon nicht mehr ohne Ruderbewegungen mit den Händen möglich.

Neben der Standard-Flossenbewegung werden noch verschiedene andere Techniken gelehrt, mit Hilfe derer sich der Taucher in jede beliebige Position manövrieren kann ohne seine Hände benutzen zu müssen – und ohne die Sicht um sich herum zu verschlechtern.

Blei an der falschen Stelle führt fast unausweichlich zu schlechtem Trimm, wohingegen der Einsatz von ungeeigneten Flossenblättern das ausführen von komplexen Bewegungsabläufen, welche zum Beispiel für das Rückwärtsschwimmen erforderlich wären, stark erschweren. Ein falsch eingestelltes Harness hat meist die Unerreichbarkeit der eigenen Flaschenventile als Konsequenz. Weitere ausrüstungsbezogene Fragen, betreffend der Nicht-Eignung von z.B. Neoprenanzügen für das Trockentauchen oder die Verwendung von Karbonflaschen schließen sich an die Ausrüstungsthematik an.

Das alles sind Themen, die in den ersten Einheiten eines Grundlagenkurses vermittelt werden – bei weitem jedoch noch nicht alles.

Mit sogenannte Dry-Runs übt man bestimmte Abläufe erst einmal im Trockenen: Bolt Snap clippen, Out of Gas-Situationen, Flossentechniken und mehr werden an Land geübt bis es passt – dann fällt die entsprechende Übung auch unter Wasser leichter. Sinn und Zweck ist es, bestimmte Abläufe zur Routine werden zu lassen, sprich auf Situationen reagieren zu können, ohne erst nachdenken zu müssen welcher Schritt als nächstes kommt.

Im Wasser werden dann natürlich die Übungen ergänzt, ein Maskenwechsel ohne Verlust von Trimm und Tarierung sollte dann genau so leicht möglich sein wie das oft im OWD Kurs gelernte (manchmal auch gehasste) „Maske ausblasen“. Teamtauchen bekommt eine ganz neue Bedeutung, und man lernt sehr schnell zu schätzen, wie schön es ist wenn der Buddy eine gewisse Awareness an den Tag legt.

Warum das ganze Tamtam?

Grundsätzlich wünscht man niemandem ein Problem, und bei jeder Tauchgangsplanung und Vorbereitung wird Wert darauf gelegt, das Auftreten von Komplikationen im Vorfeld zu minimieren. Ausschließen kann man Probleme aber nie: Das fängt schon mit gerissenen Maskenbändern an und geht über geplatzte Schläuche zu sich verhängten Tauchern. All das sollte man irgendwann blind beherrschen – ohne Tarierung zu verlieren, ohne sich auf den Grund zu knien – was ja auch nicht an jedem Drop Off möglich ist. Und natürlich ohne einen oft gelehrten „Notaufstieg“ hinzulegen. Gerade bei technischen Tauchgängen ist das auf Grund von Dekoverpflichtung oder Penetrationstiefe nicht ratsam oder möglich.

Durch ein erfolgreich absolviertes Training und durch Verinnerlichung der Lösungsstrategien, steigt nicht nur das Selbstbewusstsein sowie das subjektive Sicherheitsgefühl sondern damit auch der fühlbare Spaß am Tauchgang. Nebenbei sinkt auch die tatsächliche Anfälligkeit für Tauchunfälle deutlich durch die neu erworbenen Fähigkeiten.

Wer ein paar Informationen mehr sucht, kann sich diesen Kurzbericht über einen BoE-Kurs durchlesen.

Auch wir bilden den fundierten „Basics of Exploration“ nach den Standards von InnerSpace Explorers aus – oder auf Wunsch auch Fundamentals Kurse anderer Verbände. Nicht nur in Nürnberg, sondern in ganz Europa.

Durch die Bank gab es bisher dazu nur positives Feedback der Schüler, auch wenn es meist vier sehr anstrengende und lange Tage sind. Wer an so einem Kurs teilnimmt, kann sich nicht nur Geld sparen weil er kein ungeeignetes Equipment kauft, sondern auch allerhand Wissen und Fähigkeiten mit nach Hause nehmen.

Nehmt einfach Kontakt zu uns auf.

Pig Tail selber bauen

Cookies und Linemarker möchten beim Höhlentauchen sinnvoll verstaut werden – die schönste Lösung hierfür ist ein „Pig Tail“ – ein Stück Bungee, auf welchem die Marker aufgefädelt werden können.

Vorab: Die Stärke des Bungees ist natürlich abhängig von den eingesetzten Markern. Für die Halcyon-Marker ist ein 6mm Bungee passend.

Benötigtes Material:
1 Boltsnap (75mm)
20cm Bungee
Schnur + helfende Hand, alternativ Kabelbinder
Schrumpfschlauch
Feuerzeug

1 Zuerst das Bungee durch die Öse am Boltsnap ziehen. Auf etwas Überstand achten, damit die helfende Hand das Bungee dehnen kann – nur dann hält es vernünftig bei der „Schnur-Variante“.
2 Das Bungee dehnen, und dabei zuerst eine lange Schlaufe parallel zum Bungee legen. Beginnend am Auge des Karabiners die Schnur mehrmals um das gedehnte Bungee wickeln, bis zur Schlaufe.
3 Die überstehende Schnur auf Aug-Seite anziehen, bis sich die Schlaufe gegenüber an den Bungee gezogen hat. Dann Schnur mit etwas Überstand auf beiden Seiten abschneiden und die Enden zu einem Klumpen verschmelzen. Nun muss das Bungee nicht mehr auf Spannung gehalten werden.
4 Das überstehende Bungee-Ende kann nun abgeschnitten werden. Schrumpfschlauch über die Leine ziehen und heiß schrumpfen.
5 Am anderen Ende des Bungee noch einen Knoten, damit die Linemarker nicht vom Band rutschen.

Zum Auffädeln der Marker das Bungee einfach leicht dehnen – dadurch wird es dünner und die Marker können leichter eingeklippt werden. Nicht vergessen, die Marker mit Eurem Namen, Initialen o.ä. zu kennzeichnen. Das Pig Tail kann nun schön in den linken Brust-D-Ring geclippt werden.

Kissed by KISS

Erste Erfahrungen mit dem KISS
(c) Achim Schlöffel

Während unserer Ägyptensafari im November hatte ich mir etwas besonderes vorgenommen – ich wollte unbedingt Erfahrungen mit einem mCCR sammeln und habe mich entschlossen mit Achim einen entsprechenden Kurs – natürlich nach ISE – zu absolvieren. Viele Gerüchte stehen ja ums Thema CCR-Tauchen, kann es sicher sein, wo sind die Gefahren, worauf ist zu achten…..

Der erste Eindruck: Ist der leicht und handlich! Absolut kein Vergleich zu meinem Hyperion 🙂

Der erste Tauchgang gestaltete sich schon völlig problemlos – keine Umstellung zum bekannten Kreiseltauchen, nur ein wesentlich besserer Atemkomfort.

Trotz Stages, Scooter und Kamera war die gleichzeitige Bedienung und Überwachung des Rebreathers auch während der weiteren Tauchgänge keine große Herausforderung, das Handling geschah nach kürzester Zeit schon intuitiv.

Egal in welcher Position, das Tauchen mit dem KISS machte einfach nur Spaß, die Tauchgänge fühlten sich frei und leicht an.

Während der Woche machten wir natürlich auch ausführlich Theorie und diskutierten über die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile.

Wer Interesse an einem Schnuppertauchen auf CCRs hat (KISS als mCCR oder Prism2 als eCCR) kann sich gerne bei uns melden – aber Vorsicht, es besteht sehr hohes Suchtpotential!

Tod im Walchensee – muss es dazu kommen?

Traurige Erinnerung....

Leider ist schon wieder ein Taucher bei einem Tauchgang auf 38 Meter im Walchensee gestorben.

Der Taucher war mit zwei Begleitern im Walchensee tauchen, als wahrscheinlich ein Atemregler auf 38 Metern vereiste. Sein Buddy spendete ihm noch Gas, doch dann schoss der Taucher zur Oberfläche, leider mit tödlichem Ausgang. Laut Zeitungsbericht wurden auch notwendige Stopps während des Aufstieges nicht eingehalten.

Quelle: AZ München
Weitere Informationen: Polizeibericht

Zuerst vorab: Der oben beschriebene Unfall ist nur Beispielhaft, ein Großteil der Tauchunfälle in unseren Gewässern könnte als Referenz hergenommen werden. Auch ist nicht bei allen Unfällen klar, was sich unter Wasser wirklich abgespielt hat – fakt ist jedoch, dass nicht so viele Unfälle tödlich enden müssten.

Muss es zu solchen Unfällen kommen?

Schon während der Grundausbildung lernen Schüler, mit einer OOG-Situation (Out of Gas) zurecht zu kommen: Auf den Buddy (Tauchpartner) zuschwimmen, anzeigen dass man kein Gas mehr hat, sich die alternative Luftversorgung des Buddies geben lassen. Eigentlich kann man dann entspannt zur Oberfläche auftauchen. Hinzu kommt, daß man aus einem abblasenden Automaten weiter atmen kann, zumindest so lange bis die Flasche leer ist – also bei vernünftiger Planung genügend Zeit zum Tauchpartner zu schwimmen.

Doch was ist denn das Wichtige bei solchen Situationen und generell bei Tauchgängen?

  • Nähe zum Tauchpartner unter Wasser. Nur so kann man schnell zur rettenden Luftversorgung kommen
  • Aufmerksamkeit / Awareness: Aufeinander achten, den Buddy immer im Blick halten, dann können beide Taucher bei einem auftretenden Problem sofort reagieren
  • Denken: 5 oder 10 Meter zum Buddy sind kürzer als 38 Meter zur Oberfläche
  • Planen: Das für einen Tauchgang mitgeführte Gas muss immer ausreichen, um sich und seinen Tauchpartner noch sicher zur Oberfläche zu bringen – auch wenn am Ende der Grundzeit ein Problem auftritt. Bei dieser Planung auch a) Stressfaktor (erhöhtes AMV) und b) Zeit zur Problemlösung nicht vergessen
  • Üben: Theoretisches Wissen und die paar Übungstauchgänge aus einem OWD-Kurs reichen sicher nicht aus, um in Notsituationen richtig zu reagieren. Am Ende eines jeden Tauchgangs einfach 5-10 Minuten zum üben hernehmen – im Flachbereich
  • Innerhalb der eigenen Grenzen bleiben. Tiefenbereich langsam erweitern, mit passender Ausrüstung, welche auch beherrscht werden muss. Nicht von 0 auf 40m in 10 Tauchgängen; keine Deko-Tauchgänge für Sporttaucher.
  • Dem Tauchgang angepasstes Equipment verwenden (zum Beispiel zwei getrennte erste Stufen)
  • Und wenn es dann wirklich knallt: RUHE BEWAHREN und auf die antrainierten Fähigkeiten vertrauen

Werden dann Tauchgänge außerhalb des Sporttauchens gemacht, sprich mit einer gewissen Verpflichtung zum einhalten von Deko-Stops während des Aufstieges, gelten noch ein paar weitere Empfehlungen:

  • Ausreichend trainiert: Freiwasseraufstieg, perfekte Tarierung, Problemlösungen auch bei Maskenverlust
  • Ausführliche Gasplanung – hier muss das verfügbare Gas ja auch für die Deko-Stops ausreichen
  • Ggf. notwendige Gaswechsel nur nach Freigabe durch Tauchpartner
  • NOCH MEHR RUHE in Stress-Situationen
  • Üben, üben und noch mehr üben.

Was kann man ausbildungstechnisch tun?

Zum einen sollte man während seiner Tauchausbildung schon darauf achten, daß einem vom Tauchlehrer alle notwendigen Skills erläutert werden und diese nicht nur einmal im Pool trainiert werden. Speziell bei Tieftauchkursen sollte der theoretische Schwerpunkt auch auf dem Thema Gasplanung liegen, in der Praxis das natürlich auch berücksichtigen und nicht sagen: „das ging ja beim letzten ähnlichen Tauchgang auch“.

Weiterführende Kurse die speziell auf Themen wie Trimm, Tarierung, Stress-Situationen und Prozeduren für den Notfall eingehen, werden von unterschiedlichen Verbänden angeboten.

Wir wünschen Euch allen: Sicheres Tauchen!

Hinweis: Der Begriff „GASE“ steht als Platzhalter für Luft, Nitrox, Trimix und Sauerstoff. Es sollte für jeden Tauchgang das passende Gas gewählt werden – hiermit kann Stickstoff-Sättigung minimiert, Tiefenrausch vermieden und Dekozeit verkürzt werden. Dies setzt jedoch eine entsprechende Ausbildung voraus.